Wie es auch immer kommen wird, die vergangenen zwölf Monate haben
einmal mehr
gezeigt, dass wirtschaftliche Krisen Geschäftsführer und Firmeninhaber
in vielen
deutschen Unternehmen oft zu panikartigen und voreiligen Sparmaßnahmen
verleiten:
mit beiden Füßen voll auf die Bremse. Das wiederum wirkt sich
auf die Unternehmens-
zukunft stärker negativ aus als die eigentliche Krise. Denn
wenn der Aufschwung dann
tatsächlich kommt, haben sich diese Firmen und Betriebe
längst
ausgebremst.
Haben Sie mal versucht nach einer Vollbremsung einen steilen
Berg hochzufahren? Da
müssen Sie erst einmal zurück in den ersten Gang. "Zurück auf
Los, ziehe nicht 4000 ein".
Zurück ganz an den Anfang.
Nicht wenige würgen dabei den Motor vollends ab.
Wenn die Deutschen doch nur endlich lernen würden: in der Not muss man investieren!
Und in guten Zeiten Rücklagen bilden, von denen man in der Not zehren kann. Das
haben
die Verantwortlichen der öffentlichen Haushalte in vielen Jahrzehnten offenbar
nicht
begriffen, aber auch viele Unternehmer und Privatleute tun sich schwer mit diesen
Regeln.
Die Akademie für Unternehmensführung in Nürnberg hat festgestellt: Die Kostenredu-
zierung in den Betrieben geschieht im Krisenfall häufig planlos und willkürlich.
Wer nur
spart, ohne gleichzeitig Strategien und Strukturen seiner Firma zu überdenken,
für den
ist die nächste Krise vorprogrammiert. Stattdessen handelten viele Unternehmer
in
Krisensituationen nicht mehr rational, weil sie sich Vorwürfe machten, versagt
zu haben.
Das sei die eigentliche Gefahr für das Unternehmen.
Der Ausweg aus dem Dilemma liegt im Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in
die
Möglichkeiten und das Leistungspotenzial des eigenen Unternehmens und in das
eigene
unternehmerische System. Nur muss man das erst einmal kennen. Viele Unternehmer
können - so die These der Akademie - das tatsächliche Leistungspotenzial ihrer
Firma
nicht richtig einschätzen und definieren und daher auch nicht nutzen.
Und das gilt sicherlich nicht nur für Unternehmen, sondern für viele Privathaushalte
gleichermaßen. Wer Vertrauen hat in die eigenen Fähigkeiten und Stärken (das
setzt
voraus die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Ziele zu kennen), und wer dabei in
guten
wie in schlechten Zeiten einen realistischen Überblick über seine private und/oder
unternehmerische finanzielle Situation hat, kann jeder Krise etwas gelassener
entgegen
sehen.
"Es liegt an Dir selbst, ob Du das Jahr als Motor oder als Bremse gestalten willst",
lautet
ein Zitat von Henry Ford. An dir selbst.
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