| |
ordnen & loslassen
| Ziele
Je entspannter der Kopf,
desto klarer die Gedanken
von Martin Käser |
 |
Jeder Mensch kann
mentale Stärken entwickeln und
zielgerichtet einsetzen. Im Sport oder in Extremsituationen
wird deutlich sichtbar, welche Macht der mentale Aspekt
auf Motivation, Konzentration und Leistungsentfaltung hat.
Gelingt es Ihnen Ihre Gedanken bewusst zu kontrollieren
und zu lenken, können Sie auch Emotionen und Handlungs-
prozesse steuern. |
Ein optimaler Leistungszustand wird erreicht, wenn Menschen überdurchschnittlich
angespannt und alle Voraussetzungen des menschlichen Körpers für
maximale
Leistung vorhanden sind. So fühlen wir uns verantwortungsbewusst,
kontrolliert und
sicher.
|
| Mental für die Wirklichkeit trainieren |
Der
optimale Leistungszustand kann mit mentalem Training vorbereitet
werden. Denn
wer sich gedanklich in kommende Situationen hineinversetzt, zeigt
ähnliche Symptome
(etwa ein erhöhter Pulsschlag), wie sich auch im realen Ernstfall
vorkommen. Eine
solche Vorbereitungsstrategie schafft eine bessere Ausgangslage,
denn Sie sind bereits
auf den Ablauf und die erfolgreiche Bewältigung der Anforderung eingestellt.
Piloten
üben beispielsweise schwierige Flugmanöver im Simulator und wiederholen
sie so oft,
bis die neuen Handlungsmuster automatisiert und gefestigt sind. Ziel
ist es, in wirklichen
Gefahrensituationen bestmögliche Resultate zu erbringen.
1. Trainingsvorbereitung
Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, der in keinem direkten Zusammenhang
mit voran-
gegangenen Ereignissen steht und an welchem Sie sich wohl und sicher
fühlen. Achten
Sie darauf, dass Sie für 15 bis 20 Minuten nicht gestört
werden. Dimmen Sie das Licht,
damit die Augen entspannen können, und machen Sie es sich bequem. Ihre
Körper-
haltung sollte symmetrisch, der Rücken gut entlastet sein. Wenn Sie
mögen, können Sie
instrumentale, beruhigende Musik einsetzen, zum Beispiel Klassik oder
spezielle
Entspannungsmusik. Idealerweise verwenden Sie einen CD-Player mit Kopfhörer.
2. Trainingseinstieg
Sie sitzen entspannt und bequem in Ihrem Sessel oder Stuhl, beide Füße
haben Kontakt
zum Boden, die Unterarme ruhen locker auf Ihren Oberschenkeln. Schließen
Sie die
Augen. Das Mentaltraining beginnt mit einer Atemübung als Vorentspannung.
Bewusstes
Atmen ermöglicht es, sich leichter von Stress, Hektik und Ärger
zu distanzieren.
3. Vertiefung der Entspannung
Versetzen Sie sich gedanklich in eine Landschaft und bewegen Sie sich
in Ihrer Vor-
stellung darin abwärts. Sie können dabei nach unten gehen, fliegen,
gleiten, tauchen oder
in einem Lift nach unten fahren oder als Feder zur Erde schweben. Erleben
Sie diese
Szene bildhaft und emotional und zählen Sie dazu langsam rückwärts
von 25 bis 1.
Bei jeder absteigenden Zahl lassen Sie sich noch etwas tiefer sinken.
Bei der Zahl 1
angelangt sehen Sie vor sich eine Tür, die zu Ihrem mentalen Trainingsatelier
führt.
Gehen Sie hinein und schließen Sie die Tür hinter sich.
4. Mentales Trainingsatelier
Im Raum herrscht gedämpftes Licht. Die Größe und die Form des Raumes,
die Farben
und der Duft sind etwas Besonderes. In der Mitte des Raumes befindet
sich ein be-
quemer, gut gepolsterter Ruhesessel. Setzen Sie sich hinein. Dabei
stellen Sie sich vor,
wie sich jeder Muskel Ihres Körpers tief entspannt. Neben dem Sessel
liegt eine Fern-
bedienung. Sie drücken auf den Knopf und vor Ihren Augen öffnet sich
ein Vorhang wie
im Kino. Die Leinwand dahinter wird größer und größer.
5. Die Leinwand-Technik
Machen Sie sich bewusst, wie bequem Sie in Ihrem Sessel sitzen und
wie tief Ihr Körper
sich entspannt. Beginnen Sie nun auf dei Leinwand ein Bild Ihres gewünschten
Endzu-
stands zu projizieren. Programmieren Sie Ihre Ziele so, als wären sie
bereits Realität.
Visualisieren Sie Ihr Zielbild und gestalten Sie eine neue Filmsequenz
dazu mit all Ihrer
Fantasie und in kräftigen Farben. Setzen Sie sich beim Visualisieren
ein Höchstmaß an
positiven Emotionen ein. Beantworten Sie für sich die Fragen: Was sehe,
höre und fühle
ich, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Wie schmeckt mir der Erfolg?
Es ist dabei von
entscheidender Bedeutung, dass Sie sich selbst im Zielbild sehen.
6. Ausstieg aus dem Mentaltraining
Nach Abschluss Ihrer mentaler Programmierung schließen Sie die Leinwand
wieder mit
der Fernbedienung. Erheben Sie sich aus Ihrem Sessel, gehen Sie Richtung
Tür und
schließen Sie Ihr virtuelles Trainingsatelier wieder. Um eine
mentale
Übung zu beenden,
ist es wichtig, Körper und Geist langsam aus dem Entspannungszustand
herauszuführen
und nicht einfach die Augen zu öffnen. Unsere Sinne, Organe, Kreislauf
und Muskulatur
müssen reaktiviert und auf Betriebstemperatur gebracht werden.
Mentaltraining ist nicht an einen bestimmten Ort oder eine bestimmte
Zeit gebunden.
Der optimale Zeitpunkt sollte individuell zur Person, den Lebensumständen
und
Gewohnheiten passen. Für viele ist der Moment unmittelbar nach dem
Aufwachen ge-
eignet. Dann ist der Körper entspannt und die Gedanken ruhig und konzentriert.
Wenn Sie mental trainieren, werden Sie feststellen, dass sich die investierte
Zeit um ein
Vielfaches auszahlt. Nicht nur Ziele sind mit dem Mentaltraining leichter
zu erreichen,
auch innere Ruhe, Gelassenheit, Konzentration und der nächtliche
Schlaf erhalten eine
ganz andere Qualität.
|
| |
| Der Autor |
Martin Käser
ist diplomierter Mentaltrainer und NLP-Business-Practioner. Sein
Schwerpunkt ist "effektives Selbstmanagement" durch mentale Stärke
und Entspannung
in der Arbeitswelt. Als Kommunikationstrainer war er jahrelang in einem
Großkonzern im
Verkauf und in der Aus- und Weiterbildung tätig.
Den Autor live erleben: |
| www.fitimjob.ch |
|
| www.busac.de |
|
|