Frauen und ihre großen Marken - Das Leben schöner und leichter machen

von Doro Kammerer
Um als Frau mit seinen Ideen die Herzen und Geldbeutel zu erreichen, muss man nicht Verlassenheit, Verlust oder Krankheit erlebt haben wie z. B. die Mutter der Steiff-Tiere, Margarete Steiff, die an Kinderlähmung erkrankte und ab ihrem zweiten Lebensjahr im Rollstuhl saß. Oder wie Marie Tussaud, deren Vater schon vor ihrer Geburt gefallen ist.

"Wenn ich an etwas glaube, verkaufe ich es", so steht es in Estée Lauders Biographie. Die Grand Dame der US-amerikanischen Kosmetik-Industrie, die niemals ihr genaues Alter preisgab (geboren vermutlich 1906), mischte schon als Kind in der elterlichen Küche erste Hautcremes. Wenige Jahre später begann Josephine Ester Mentzner (so ihr bürgerlicher Name) damit, ihre Produkte in Schönheitssalons und Hotels zu verkaufen.

"In einer idealen Welt ..." schrieb Estée Lauder einmal, " ...würden wir alle nach der Schönheit unserer Seelen beurteilt. Aber in dieser nicht ganz so perfekten Welt hat eine gut aussehende Frau Vorteile und - meistens - das letzte Wort ..."

Eine geborene Erfinderin war auch Marion Donavan. Den Namen nie gehört? Falls Sie Kinder haben, dürfen Sie der Amerikanerin posthum dankbar sein. Sie erfand die Wegwerfwindel.
Vor der Geburt ihrer Tochter hatte Marion Donavan, Jahrgang 1917, als Journalistin für die Modemagazine Vogue und Harper´s Bazaar gearbeitet. Nun hatte sie rund um die Uhr mit durchnässten Windeln und feuchten Bettchen zu kämpfen. Da riss sie eines Tages den Duschvorhang aus den Ringen, schnitt sich ein Stück zurecht und fertigte an der Nähmaschine eine Gummi-Überhose für Babys.
Sie verstehe nichts von Technik, urteilte eine Zeitung, stattdessen staune sie über jeden Mechanismus, der komplizierter ist als ein Schneebesen.

Als Erfinder der Wegwerfwindel wurde Jahre später ein Chemieingenieur von Procter & Gamble gefeiert. Immerhin, Marion Donavan hat ihre Patentrechte für eine Million Dollar verkauft.

 

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